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Battlefield 3 – Kundenrezensionen strafen EA ab – Stellungnahme von EA

Battlefield 3 ist jetzt seit vier Tagen im Handel und mit zehn Millionen verkauften Exemplaren ein Kassenschlager, der sich vor Call of Duty ganz sicher nicht verstecken braucht. Doch schaut man sich genauer im Netz um, landet man bei Amazon auf deren Kundenrezensionen zur Battlefield 3 Limited Edition. Weit mehr als 1600 Leute bestraften Electronic …

Battlefield 3 ist jetzt seit vier Tagen im Handel und mit zehn Millionen verkauften Exemplaren ein Kassenschlager, der sich vor Call of Duty ganz sicher nicht verstecken braucht. Doch schaut man sich genauer im Netz um, landet man bei Amazon auf deren Kundenrezensionen zur Battlefield 3 Limited Edition.

Weit mehr als 1600 Leute bestraften Electronic Arts für deren digitalen Vertriebsplattform Origin. Weite Teile der EULA sind laut Datenschutzrechtlern in Deutschland nicht Rechtskräftig, EA versäumte die Spieler ausreichend aufzuklären. Das regt selbstverständlich viele Spieler auf und so ließen sie via Amazon ihren Frust über Origin und der EULA von Electronic Arts ab. Viele Gamer sehen es als eine riesen Sauerei an, dass sensible Daten wie: Name, Alter, Geschlecht, SystemInformationen ausspäht und diese Daten an EA sendet. Diese versichern zwar, dass diese Daten nicht an dritte weitergegeben werden. Doch wer weiß das schon genau? Genau aus diesen Gründen sind viele Spieler empört und ziehen es ernsthaft in Erwägung, Battlefield 3 zurückzugeben. EA reagierte darauf und schrieb einige Teile der EULA um.

 Die Kollegen von Gamestar führten dazu ein Interview mit dem Rechtsanwalt Thomas Schwenke, hierzu die wichtigsten Fakten:

Der Autor
Der Rechtsanwalt Thomas Schwenke, Dipl.FinWIrt(FH), LL.M. (Auckland) ist Partner der Kanzlei SCHWENKE & DRAMBURG in Berlin und berät Gründer sowie Unternehmen in Rechtsfragen zum Social Media Marketing, Datenschutz, Vertragsrecht und Schutz geistiger Rechte. Des Weiteren hält er Workshops und Vorträge zu diesen Themen. Vor seiner Niederlassung als Rechtsanwalt leitete er eine Agentur für Online-Marketing und Webdesign. Obendrein ist Thomas Schwenke passionierter Battlefield-Spieler.

Fazit
Die Nutzungsbedingungen und der Endbenutzer-Lizenzvertrag von Origin sowie die Datenschutz-Richtlinien von Electronic Arts enthalten umfangreiche Verstöße gegen Verbraucher- und Datenschutzrechte. EA nimmt sich über die Nutzungsbedingungen das Recht heraus, einen umfangreichen Kopierschutz einzuführen, der in seiner Wirkung einer Spyware gleich kommt.

Ferner räumt sich EA das Recht ein, praktisch alle Daten über die Nutzer, über deren Computer sowie deren Verhalten zu erfassen und zu verarbeiten. Nach den ersten Protesten wurde zumindest die Klausel entfernt, nach der diese Daten für Marketingzwecke genutzt und weiter gegeben werden durften. Trotzdem sind aufgrund des hier an den Tag gelegten Datenschutzverständnisses von EA massive Datenschutzverstöße zu erwarten. Auch wenn EA sagen sollte, dass sie nicht soweit gehen werden, wie es in den EULA steht, dann bleibt die Frage: Wozu brauchen sie diese Rechte dann überhaupt?

Man nennt so etwas auch »Defective by design«. Wenn etwa ein EA-Mitarbeiter sich fragt, im welchen Umfang er die Nutzerdaten verwenden darf, dann schaut er in die EULA. Und wenn dort die derzeitigen Erlaubnisse stehen, ist anzunehmen, dass er davon ausgeht, dass sie den Rahmen des Erlaubten darstellen. EA versucht zudem den Nutzern an der Durchsetzung ihrer Rechte zu hindern, indem das Unternehmen alle Gewährleistung und Haftung ausschließt, zum Teil sagt, dass Nutzer sich nur durch Kündigung ihres Kontos wehren oder nur auf englisches Recht berufen und in England klagen dürfen.

Den kompletten Artikel könnt ihr bei den Kollegen der Gamestar nachlesen – sehr zu empfehlen, da hier viele Begriffe zur Rechtslage erklärt werden. Leider kursiert auch viel Halbwissen in Deutschland aka „Die EULA ist immer ungültig“ und ähnlichem – dem ist nämlich ganz und gar nicht so. Also unbedingt mal durchlesen.

Unterdessen hat EA nun auch eine kleine Stellungnahme mit den Antworten auf die wichtigsten Punkte veröffentlicht. In dieser heisst es, dass einige der Punkte in der EULA angepasst wurden und dass EA Deutschland den Schutz der privaten Daten äußerst ernst nimmt. Außerdem betont EA ausdrücklich, dass Origin keine Spyware ist, es werden lediglich die minimal notwendigen Daten zum Kaufen und Herunterladen der Spiele und zur Verbesserung der Plattform Origin gesammelt. Die vollständige Mitteilung findet ihr hier.

Zitat Olaf Coenen, Geschäftsführer von EA Deutschland:
„Wir bedauern die Verunsicherung, die unseren Kunden entstanden ist. Origin ist dazu da, ein erstklassiges Online-Spielerlebnis zu ermöglichen – und sämtliche Daten, die das System dabei erhebt, dienen allein diesem Zweck. Ich bin zuversichtlich, dass die überarbeiteten Lizenzvereinbarungen unseren Kunden deutlich mehr Klarheit bringen“.

 

Quellen: Gamestar, EA

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